Praxisnähe und Konzeptoptimierung von Testverfahren


Die Konzeption und der Einsatz von Testverfahren unterliegen generellen Randbedingungen, die oft unterschätzt oder übersehen werden. Das Testverfahren steht und fällt mit der Güte der Umsetzung. Bei der Erstellung eines Testverfahrens und bei Testdienstleistungen legen wir deshalb großen Wert auf eine umfassende Konzepterstellung und Betreuung um maximale Effizienz und Praxisnähe zu gewährleisten.

Ein Testverfahren wird allgemein in drei Abschnitten erstellt und daraufhin eingesetzt:


Bedarfsanalyse

Zuerst ist es notwendig die für den Anwender oder Verwerter des Tests relevanten Aspekte und Parameter zu definieren. In einem öffentlichen Test ist dies die Einschätzung der Bedürfnisse von Benutzern und Lesern, und eine Abschätzung welche Anwendergruppen wie stark vertreten sind und wie sich ihre Bedürfnisse unterscheiden. Im industriellen Einsatz wird bevorzugt geprüft, ob eine angestrebte Leistung erreicht wird oder wie sich die Leistung absolut unter verschiedenen Randbedingungen verändert. Letzteres ist besonders für den Bereich Forschung und Entwicklung maßgeblich.


Technische Umsetzung

Erst nach der Definition der Bedürfnisse und Anforderungen der Verwerter wird das zu testende Gerät analysiert. Entscheidend ist es Verfahren zu finden, die die wesentlichen Eigenschaften möglichst funktionsnah erarbeiten und dabei einen einsetzbaren Kompromiss zwischen Kosten, Zeitaufwand und Genauigkeit der Ergebnisse liefern.


Definition des Auswertungsschlüssels

Der dritte Abschnitt ist die Definition eines Bewertungsschlüssels mit dem die gemessenen Ergebnisse sinnvoll auf die beim Anwender oder Verwerter vorliegenden Bedürfnisse abgebildet werden können. Diese Schlüssel sind der individuellste Bereich bei der Aufstellung und Anwendung eines kompletten Testes. In der Regel basiert er auf vertraulichen Erhebungen und Analysen der jeweiligen Zielgruppe.

Welche Wichtigkeit der Schlüssel besitzt und wie oft er unterschätzt wird, zeigt sich beispielsweise dann, wenn zwei Redaktionen gleiche Geräte mit demselben Testverfahren untersuchen lassen und die Ergebnisse der Schlussbewertung deutlich variieren. Hier liegt normalerweise kein Fehler vor, denn es ist notwendig auf die unterschiedlichen Lesergruppen dieser zwei Redaktionen gleiche Messergebnisse verschiedenen zu interpretieren und zu bewerten. Diese Problematik trifft auch für den industriellen Einsatz zu.


Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter dem Vortrag Erwartungen an Testverfahren (778 kB).